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Stadt Bamberg hofiert Neonazis

April 24, 2017

Am Samstag den 22.04.2017 führten 12 Nazis der Kleinstpartei „Der III. Weg“ ab ca. 12.30 Uhr auf dem Platz gegenüber des Bahnhofs (vor der CSU-Geschäftsstelle) eine Kundgebung im Rahmen ihres Aktionstages zur Mobilisierung zu ihrer Demonstration am 1.Mai in Gera durch.

Die Stadt Bamberg hielt die Anmeldung der Nazis geheim. Nur durch zufällig vorbeikommende Antifaschist*innen wurde ihre Anwesenheit bemerkt und publik gemacht. Leider blieb die Anzahl der Antifaschist*innen vor Ort, trotz sofortiger Verbreitung der Info über soziale Netzwerke, gering.

Anwesende Antifaschist*innen wurden sofort durch die Polizeikräfte kontrolliert. Als eine kleine Gruppe Antifaschist*innen ihren Unmut über den Naziauftritt dennoch mithilfe eines Transparentes kundtun wollte, wurden diese sofort von ca. 15 Polizist*innen umringt, wobei der Einsatzleiter versuchte ihnen das Transparent zu entreißen.
Kurz zuvor hatten Polizist*innen noch den Hinweis auf eine kleine Gruppe am Tegut, aus der heraus ein Hitlergruß gezeigt und „Sieg Heil“ gerufen wurde, ignoriert.

Somit konnten die Nazis ungestört ein widerliches, antisemitsches Straßentheater aufführen und gegen Migrant*innen und Geflüchtete hetzen.

Bereits im September letzten Jahres kam es zu einem ähnlichen Fall, als ebenfalls der III. Weg ein ähnlich hetzerisches Straßentheater am Kranen abhielt.

Die Stadt Bamberg rühmt sich gerne damit, eine aktive Zivilgesellschaft gegen Nazis zu haben und ist Mitglied der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg. Doch nun informiert sie zum wiederholten Male nicht über Nazi-Kundgebungen, verhindert somit Protest und Widerstand gegen diese und fällt damit den Bamberger Antifaschist*innen in den Rücken. Die Nazis werden hofiert, sie müssen keinen Widerspruch hinnehmen, spontaner Protest wird nicht geduldet und kriminalisiert.

Dies zeigt erneut, dass das Engagement der Stadt mehr Schein als Sein ist und sich auf Großveranstaltungen beschränkt, bei denen es wohl hauptsächlich um Imagepflege geht.

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