Skip to content

Nazis zu Montagsmahnwache eingeladen

Oktober 30, 2014

Für kommenden Montag den 3.11 wurde die Initiative „Bamberg WEHRT SICH – Asylmissbrauch nein Danke“von den Initiatoren der Friedensmahnwache zum nächsten „Friedenstreff“ eingeladen.

Die Nazis freuen sich natürlich über solch eine Einladung und haben ihr Interesse bekundet.
Die Friedensmahnwache stellt sich bislang als unpolitisch dar, sie wollen den „Dialog“ mit den besorgten Bürger*innen (od. Nazis) fördern, da sie jeder Seite eine Plattform für Diskussionen bieten möchten.
Wie wir bereits am vergangenen Samstag gesehen haben, handelt es sich bei der oben angesprochenen Initiative um eindeutige und zum Teil in der Öffentlichkeit bekannte Nazis. Mit solchen Menschen einen „friedlichen Dialog“ zum Thema „Asyl“ zu führen ist demnach völlig lächerlich.
Die Nazis propagieren nicht nur menschenverachtende Forderungen bezüglich Zuflucht suchenden, sondern instrumentalisieren dieses Thema gezielt, um auch den Rassismus des Durchschnittsbürgers ansprechen zu können.
Kurz gesagt: Diesen Menschen darf keine Bühne für einen Dialog gegeben werden! Das sehen die Initiatoren der Montagsmahnwache anderes. Hier wird immer noch behauptet, dass es sich lediglich um „vermeintliche Nazis“ handelt welche im Gegensatz zu „uns“ gesprächsbereit seien.
Keinesfalls sollte hier das Bild aufkommen, bei den Montagsdemos handele es sich nur um verwirrte Personen, die tatsächlich einen friedlichen Dialog fördern möchten. Die 2014 ins Leben gerufene Friedensdemonstrationen haben mit ihren Namensvettern aus der ehemaligen DDR wenig zu tun.
Zentral von Lars Mährholz und Ken Jebsen aufgebaut und weiterhin teilorganisiert, stehen zum einem ein AfD-Sympathisant der Kontakte mit NPD-Ablegern wie der “Bürgerinitiative Ausländerstopp” pflegt (Mährholz) und zum anderen ein ehemaliger Radiomoderator, der wegen antisemitischer Tendenzen gekündigt wurde und heute unter anderem für Jürgen Elsässers „compact-Magazin“ schreibt hinter den Mahnwachen. Jürgen Elsässer, ein beliebter Redner auf den Mahnwachen, ist ein regressiver, homophober Nationalist, der vor allem durch seinen extremen Antiamerikanismus und Israelhass auffällt Dieses Weltbild lässt sich auch bei vielen der einzelnen Friedensdemos finden.
Unter den Rednern finden sich auch in Bamberg immer wieder Verschwörungsgläubige, die sich von Freimaurern oder ‘Zionisten’, also Juden, beherrscht sehen. So genannte ‘Infokrieger’ oder ‘Truther’, die behaupten die Septemberattentate 2001 wären von der US-Regierung selbst inszeniert worden und die meist auch an eine Bewusstseinsmanipulation durch ‘Chemtrails’ oder Geschichtsfälschungen in Bezug auf die deutsche Geschichte glauben. Was sich demnach am kommenden Montag am Gabelmann zur angeblich „unpolitischen“ Mahnwache trifft, wird ein Mix aus besorgten Bürger*innen in Form von debilen Nazis und von fiktiven Wahrheiten geblendeten und unreflektierten Vertrerter*innen der Friedensmahnwache sein. Was aus einem solchen Dialog entsteht, konnte bereits in Köln, Karlsruhe und weiteren Städten beobachtet werden, nämlich ein fröhliches montägliches Miteinander von Verschwörungstheoretiker*innen und Nazis.
Diesen Menschen sollte für eine Zusammenkunft keine Plattform gegeben werden, weder in Bamberg noch sonstwo!

Mehr Infos zu den Mahnwachen:

http://www.hagalil.com/archiv/2014/07/02/montagsmahnwachen/

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.