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Update zu den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Magdeburg am 12.1.

Januar 7, 2013

Am 12. und 19. Januar werden wieder über tausend Nazis durch Magdeburg marschieren um die Bombardierung von Magdeburg am 16. Januar 1945 für ihre geschichtsrevisionistischen Zwecke umzudeuten. Aufgrund mehrere Indizien wird davon ausgegangen dass die Nazis sich hauptsächlich auf den 12. Januar konzentrieren werden. Was 1998 auf dem Westfriedhof begann, hat sich mittlerweile zu einem festen Termin im jährlichen Nazikalender entwickelt. 2012 marschierten über 1300 Nazis abgesperrt von einem marzialischem Bullenaufgebot und mehreren Reihen Hamburger Gittern durch die Stadt.

Nach Polizeieinschätzungen wird es wahrscheinlich keine Großdemo der rechten Szene um den 13. Februar in Dresden geben. Stattdessen wird mutmaßlich zu einem „Großkampftag“ in Magdeburg aufgerufen. Es sei demnach in Magdeburg an beiden Samstagen mit deutlich mehr als bisher 1000 Nazis zu rechnen. 

 Mehrere Bündnisse rufen zu Aktionen gegen dieses Nazievent auf:

Antifaschistische Vorabenddemo:

Die Initiative „Vorabenddemo Magdeburg“ organisiert am Freitag Abend (11.1.) eine antifaschistische Demonstration. Auftakt ist um 18 Uhr am Hauptbahnhof.

Die Demo soll antifaschistische, antirassistische und solidarische Inhalte in den Vordergrund stellen. Dabei geht es um mehr als „nur“ den Kampf gegen Nazis.

Den Aufruf gibt’s hier

Blockaden des Bündnis Magdeburg Nazifrei:

Das Bündnis Magdeburg Nazifrei ruft zu Massenblockaden gegen den Naziaufmarsch am 12. Januar ab 9 Uhr am Hauptbahnhof auf. Der Aktionskonsens behinhaltet, dass ziviler Ungehorsam geleistet wird, keine Eskalation von den Blockierenden ausgeht, die Blockaden Menschenblockaden sind, man sich jedoch auch mit allen solidarisch zeigt, die das Ziel der Verhinderung des Aufmarsches teilen.

Aufruf  hier

Karte hier

Demo des AK Antifa:

Der AK Antifa Magdeburg ruft am Samstag, den 12. Januar um 10.30 Uhr zu einer antifaschistischen Demonstration am Mahnmal der alten Synagoge auf. Diese wird auch direkt am Hauptbahnhof (Startpunkt der Naziroute) vorbei führen.

Der AK will nicht beim Antifaschismus als Minimalkonsens stehen bleiben, sondern an diesem Tag eine Kritik an den “ganz normalen Verhältnissen” äußern und die gesellschaftlich verankerten Ursachen des Naziproblems benennen.

Den Aufruf gibt’s hier

Nazis:

Seit 1998 nutzen Nazis das Datum der Bombardierung Magdeburgs um ihre rassistische und nationalisteische Propaganda auf die Straße zu tragen. Die Zahlen der Teilnehmer_innen wächst seit dem stetig an. Im letzten Jahr waren es weit mehr als tausend. Nachdem der Großaufmarsch in Dresden die letzten Jahre verhindert werden konnte, scheint es, als würde Magdeburg sich als Ersatzveranstaltung herauskristallisieren. Dem gilt es entschieden entgegen zu treten.

Der Auftakt ihrer Veranstaltung ist um 12 Uhr am Hauptbahnhof.

Polizei:

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre muss mit massiver Polizeigewalt gerechnet werden. Die Blockaden stoßen in Magdeburg keines Falls auf breite Akzeptanz in Bevölkerung und Kommunalpolitik.

Bereitet euch auf mögliche Konfrontationen vor und überlegt im Vorfeld wie weit ihr gehen wollt.

Wenn die Nazis versuchen die Straßen für sich zu gewinnen und dabei von Polizei und Politik unterstützt werden, ist es Zeit dies mit allen Mitteln zu verhindern!

Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!

Kein Platz für Nazis – niergendwo!

ÜBERSICHTSKARTE

Für weitere Informationen und kurzfristige Änderungen benutzt ihr die Seiten der entsprechenden Organisator_innen und Bündnisse.

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