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Völkisch-nationales „Lesertreffen“ in Pommersfelden bei Bamberg

Februar 28, 2012

Vom 30. März bis 1. April findet in Pommersfelden bei Bamberg wie in den letzten Jahren ein rechtes „Lesertreffen“ statt.Veranstalter ist der Verleger Dietmar Munier. Dieser leitet unter Anderem auch den Arndt-Verlag, in dem die „Deutsche Militärzeitschrift“ (DMZ), die Monatszeitschrift „Zuerst!“ und die Wochenzeitung „Der Schlesier“ erscheinen.

Das Treffen findet seit über zehn Jahren auf Schloss Weißenstein statt. Im letzten Jahr regte sich erstmals Widerstand gegen diese Veranstaltung. So wurden anonym Flyer verteilt und spontan eine Gegenlesung, bei der sich an die 300 Personen beteiligten, durchgeführt. In diesem Jahr soll zum ersten mal eine geplante Gegenveranstaltung stattfinden. So werden nordbayerusche Bündnisse gegen rechts Freitags eine Gegenlesung durchführen.

Referenten des „Lesertreffens“ in diesem Jahr sind: Fabian Rimbach, Bundesvorsitzender der „Schlesischen Jugend“; Dmitrij Chmelnizki, Interviewpartner der „Jungen Freiheiut“; Bettina Binsteiner, unterhält Kontakte zur „Gesellschaft für freie Publizistik“; Viktor Suworow, gilt in rechten Kreisen als „Kronzeuge für die systematischen Kriegspläne Stalins gegen das Deutsche Reich“, gehörte als Oberst dem sowjetischen Militärgeheimdienst GRU an und lief 1978 in den Westen über.; Barnabas Bödecs, Vorstandsmitglied der rechtsextremen ungarischen Partei Jobbik, Angehöriger der Parlamentariergruppe für ungarisch-deutsche Beziehungen und seit 2010 Parlamentsabgeordneter; Johannes Hübner, FPÖ-Nationalratsabgeordneter und außenpolitischer Sprecher seiner Partei; Alfred Mechtersheimer, Gründer und Sprecher der Deutschland-Bewegung

Eine Lesung veranstalten Günter Pahl, Interviewpartner von „Zuerst!“ und Heike Schaufuß.

Es finden unter Anderem Vorträge zu diesen Themen statt: „Bleibt Schlesien unser? Hat Vertriebenenarbeit noch eine Zukunft?“; „Die Rote Walze: Wie Stalin 1941 den Westen überrollen wollte“; „War ‚Barbarossa’ vermeidbar? Politische und militärische Optionen Deutschlands im 2. Weltkrieg“; „Für ein Europa der Vaterländer: Ein unkonventioneller Blick auf die geopolitischen Entwicklungen der Gegenwart

Das politische Programm soll durch einen „Großen Bunten Abend mit Tanz und Musik“, mit offenem Singen und Volkstanz sowie einem „gemütlichen Abend“ abgerundet werden.

Sowohl die Referenten, als auch die Themen der Vorträge lassen kein Zweifel an der reaktionären Gesinnung der Teilnehmer. Ein weiteres Indiz dafür, dass man auch ganz offen mit Naziorganisationen zusammenarbeitet ist die Tatsache, dass in der Vergangenheit die JLO, die in den letzten Jahren die sogenannten „Trauermärsche“ in Dresden veranstaltete, als Security dieser Veranstaltung tätig war.

Trotz der Ankündigung der Pächter des Schlosses, dass diese Veranstaltung dort wahrscheinlich zum letzten mal dort stattfinden wird, gilt es ein Zeichen zu setzen und diesem abscheulichen Treiben entgegen zu treten.

Kein Platz für völkisch-nationale Veranstaltungen!

Wir rufen zu vielfältigen und kreativen Gegenaktionen auf!




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