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Dresden 13. Und 18. Februar

Februar 22, 2012

Erstmals konnte der „Trauermarsch“ am 13. Februar, dem Tag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten, quasi verhindert werden. So hatten die ca. 1600 Nazis erst Schwierigkeiten genügend Ordner, die nicht vorbestraft sind, für ihre Demonstration zu finden und durften danach gerade einmal eine halbe Stunde um einen Häuserblock marschieren.

Erwähnt werden sollte jedoch, dass sich die Polizei trotz eines Aufgebotes von 6000 Beamten und einigen Wasserwerfern und Räumfahrzeugen sehr zurück hielt. Es gab zu keiner Zeit Versuche, die drei Blockaden, die von ebenfalls ca. 6000 Menschen gebildet wurden, zu räumen. Es erscheint, als wäre dies nach den Skandalen und Ausschreitungen der letzten beiden Jahre so gewollt. Uns sollte es recht sein.

Im Voraus der Blockaden wurde durch einen sogenannten TäterInnen-Mahngang auf die Verstrickungen Dresdens und seiner Bevölkerung zum Nationalsozialismus aufmerksam gemacht. Zu nennen wären hier die Namen von Nazitätern,  wie Martin Mutschmann, Henry Schmidt und Ernst Wegner, als auch an der Alltag von Verfolgung und Ausgrenzung erinnert werden. Orte der Zwangsarbeit, Rüstungsproduktion und das Judenlager Hellerberg wurden aus ihrer Vergessenheit zurück ins Bewusstsein geholt. An diesem Mahngang beteiligten sich bis zu 2500 Menschen.

Am 18. Februar, hatte die Junge Landsmannschaft Ost, offenbar wegen Mobilisierungsproblemen und Streitereien innerhalb der Naziszene, ihren bundesweiten Aufmarsch abgesagt. Deshalb organisierte das Bündnis Dresden-Nazifrei eine Demonstration, die sich nicht nur gegen Nazis, sondern vor allem gegen die sächsischen Verhältnisse richtete. An dieser Demonstration, die bis zum Ende hin friedlich verlief und sich die Polizei sehr zurückhaltend präsentierte, nahmen ca. 10000 Menschen teil.

Somit sind die Aktionen um den 13. Februar in Dresden als voller Erfolg antifaschistischer Arbeit zu sehen.

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